Studien- und Abschlussarbeiten betreuen

April 16, 2026

Topic: academic skills
Provider: Graduate Academy GRADUS, Center for Higher Education and Lifelong Learning (ZLW)

Time: April 16 – 17, 2026
  16.04.2026, 09:00 bis 15:30 Uhr
17.04.2026, 09:00 bis 15:30 Uhr
Lecturer: Martin Mürmann (Hochschuldidaktiker, Hochschulberater, systemischer Coach).
Event language: German
This continuing education course is aimed at: Doctoral researchers
CreditPoints: 1 Leistungspunkt
Meeting mode: online
Venue: Universität Stuttgart
Einwahllink sowie alle nötigen Informationen werden ein paar Tage vor der Veranstaltung per E-Mail bekannt gegeben.
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Studien- und Abschlussarbeiten betreuen – lerngerecht und alltagstauglich

Protokolle, Praktikumsberichte, längere Haus-/Seminararbeiten, z.T. verbunden mit einem Exposé, bis hin zur Anfertigung von Bachelor- und Masterarbeiten: Die Anforderungen an Studierende, wissenschaftliche Texte zu schreiben, sind – was Quantität und Qualität angeht – in den Fächern sehr unterschiedlich. Die Erfahrungen vieler (häufig frustrierter) Lehrenden und auch Studien zur Entwicklung wissenschaftlicher Denk- und Schreibfähigkeiten zeigen: Die Prämisse, Studierende seien grundsätzlich und bereits ab dem Studienbeginn in der Lage, „wissenschaftliche Arbeiten“ zu schreiben, trifft in vielen Fällen nicht zu.
Aus dieser Situation ergeben sich, vor allem bei Abschlussarbeiten, ein hoher Betreuungsbedarf und eine Verantwortung von Lehrenden für eine lerngerechte Betreuung. Und es stellen sich engagierten Lehrenden zwei Fragen:

  • Wie kann und will ich meine Studierenden bei ihrem Schreibprozess unterstützen?
  • Wie kann dabei ein „alltagstauglicher“ Weg aussehen, um z.B. den eigenen Aufwand für eine gute Betreuung nicht beliebig zu steigern?

Die Teilnehmenden werden im Workshop ihr Betreuungskonzept (weiter-)entwickeln und – als praktisches Produkt – einen individuellen Betreuungsleitfaden erarbeiten. Ziel ist, Transparenz herzustellen – z.B. im Hinblick auf inhaltliche und formale Anforderungen – und für Entlastung zu sorgen.

Seminarinhalte: 

  • Optimierung von Organisation und Verlauf der Betreuung:

    - Strukturierte Betreuungsprozesse: Ablaufplan, Meilensteine, Deadlines
    - Rollen- und Verantwortlichkeitsverteilung im Betreuungsteam
    - Kommunikationswege und -frequenz
    - Dokumentation
    - Qualitätsmanagement: Checklisten, Eskalationswege, Ressourcenplanung

  • Beurteilungskriterien:

    - Transparente Kriterienkataloge für Entwürfe, Zwischen- und Endbewertungen
    - Gewichtung von Qualität, Umsetzung, Originalität, Zielgruppenerreichung
    -  Kriterien für Feedbackqualität: Klarheit, Relevanz, Nachvollziehbarkeit
    - Verfahren der Bewertung 
    - Mitwirkung der Studierenden an der Beurteilung 

  • Betreuungsverhältnis: Art und Ausmaß der Betreuung, Umgang mit Entwürfen, Rückmeldungen, Verantwortlichkeiten und Rollen

Dabei arbeiten wir immer mit dem Blick auf die fachspezifischen Gegebenheiten und Unterschiede und auf die Alltagstauglichkeit der Ideen.
Die Teilnehmenden sind nach dem Workshop in der Lage,

  • ihre konkreten Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten (und damit auch ihre Beurteilungskriterien) zu formulieren und zu kommunizieren,
  • wesentliche Bausteine für einen Betreuungsleitfaden zu entwickeln,
  • die eigene Rolle im Betreuungsprozess zu reflektieren und ein konstruktives Betreuungsverhältnis zu gestalten
  • hilfreiches Feedback so zu geben, dass selbstverantwortliches Lernen gefördert wird.

Vorgehensweise der Veranstaltung:

  • eine individuelle Vorbereitungsphase (1 AE)
  • ein Workshop (online) am 16. und 17.04.2026 (jeweils 9.00-15.30 Uhr) (13 AE)
  • eine individuelle Weiterentwicklungsphase (nach den Workshoptagen) (1AE)
  • ein Abschlusstreffen (online) am 07.05.2026 (17-18 Uhr oder n.V.) (1 AE)

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Arbeitsstelle Stuttgart des Hochschuldidaktikzentrums Baden-Württemberg.

Anmeldung 

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